Sicherheit

Ein Sicherheitsplan für Termine, den du in zehn Minuten aufsetzt

Die meisten Termine laufen unauffällig. Genau deshalb wird der Sicherheitsplan gern aufgeschoben, bis etwas passiert ist. Dabei braucht es dafür keinen Nachmittag, sondern zehn Minuten und eine Person, der du vertraust.

Was hier steht, ersetzt kein Bauchgefühl. Wenn dir eine Anfrage komisch vorkommt, sag ab. Kein Plan der Welt ist so gut wie ein Termin, den du gar nicht erst annimmst.

Eine Person, die Bescheid weiß

Das ist der wichtigste Punkt, und er ist der einfachste. Such dir eine Person, die weiß, wann du wo bist. Eine Kollegin, eine Freundin, wer auch immer verlässlich ans Handy geht.

Diese Person muss nicht wissen, was du arbeitest, wenn du das nicht willst. Sie muss nur wissen, dass du dich zu einer bestimmten Uhrzeit meldest und was sie tun soll, wenn du es nicht tust.

Genau das ist der Teil, den die meisten überspringen. Jemandem zu sagen, wo man ist, hilft nichts, wenn nicht vorher besprochen wurde, was passiert, wenn nichts kommt.

Was ihr vorher vereinbart

Drei Dinge solltet ihr einmal klären, dann läuft es danach von allein.

Wann du dich meldest. Am besten eine feste Uhrzeit, nicht nach dem Termin, sondern mittendrin. Wer erst nach zwei Stunden vermisst wird, wird spät vermisst.

Was gilt, wenn nichts kommt. Erst anrufen, dann eine Nachricht, und wenn beides nichts bringt, ein klarer nächster Schritt. Legt fest, welcher das ist.

Welche Angaben sie hat. Adresse, Uhrzeit, wie lange der Termin dauern soll. Mehr braucht es nicht, und mehr solltest du auch nicht weitergeben.

Ein Codewort für den Zweifelsfall

Manchmal ist es nicht gefährlich, sondern nur unangenehm, und du willst raus, ohne es aussprechen zu müssen. Ein harmloser Satz, den ihr vorher vereinbart, hilft dabei. Etwas, das im Gespräch nicht auffällt, aber am anderen Ende sofort verstanden wird.

Genauso hilfreich ist ein Satz für den umgekehrten Fall. Ein kurzes Zeichen, dass alles in Ordnung ist, damit sich niemand unnötig Sorgen macht.

Was du vorher klären kannst, ohne den Abend zu verderben

Ein Teil der Sicherheit entsteht schon vor dem Termin, im Gespräch. Ein Kunde, der bereit ist, dir Vorname, Telefonnummer und den Ort zu nennen, ist statistisch ein anderer als einer, der auf jede Frage ausweicht.

Das muss sich nicht nach Verhör anfühlen. Die meisten dieser Angaben brauchst du ohnehin für die Terminvereinbarung. Wer sie nicht geben will, sagt damit schon etwas.

Achte dabei weniger auf die Antworten selbst als darauf, wie sie kommen. Ausweichen, Gegenfragen und plötzliche Eile sind aussagekräftiger als jede Information.

Am Anfang unangenehm, danach normal

Die meisten Frauen fangen mit so einem Plan erst an, nachdem etwas schiefgelaufen ist. Das ist verständlich und trotzdem schade, denn der Aufwand ist gering und die Wirkung groß.

Setz ihn einmal auf, sprich ihn einmal mit deiner Vertrauensperson durch, und danach läuft er nebenbei. Nach ein paar Terminen wirst du gar nicht mehr darüber nachdenken.

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